Liebst du YIN-Yoga?

 

Wenn dir jetzt ein Nein auf der Zunge liegt, dann könnte es sein, dass das YIN genau das ist, was in deinem Leben zu kurz kommt. Warum ich das weiß? Weil auch für mich YIN-Yoga eher eine Liebe auf den zweiten Blick war.

Nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil unser Alltag und unsere Gesellschaft vom YANG dominiert ist.

Wir sind täglich gefordert, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, 1000 Dinge zu erledigen, Job, Familie und Beziehung unter einen Hut zu bekommen, Entscheidungen zu treffen, unsere Zukunft zu planen, uns um andere und – falls noch Zeit bleibt – um uns selbst zu kümmern.

Wir sind im TUN.

Und vergessen auf das SEIN.

Wir zerdenken alles mit unserem Verstand.

Und vergessen, die Botschaften unseres Körpers zu spüren.

Wir werden süchtig danach.

Immer mehr, immer weiter, immer schneller – so lautet unser Credo.

So sehr, dass wir Stille und echte Ruhepausen gar nicht mehr aushalten, geschweige denn genießen können.

Wenn dir YIN-Yoga supekt, überflüssig oder langweilig erscheint, dann steckst du vermutlich in einem Yang-Dilemma. (Diesen treffenden Begriff leihe ich mir an dieser Stelle von Daniela Hutter aus :)

WICHTIG: YANG ist nicht ‘böse’! Es geht nicht darum, das aktive Tun und logische Denken um jeden Preis zu vermeiden. Denn wir brauchen immer beide Qualitäten. YIN & YANG sind keine festen, starren Größen, sondern fließen unaufhörlich ineinander. Auch kann das eine nicht ohne das andere existieren. Ziel ist es immer, Ausgleich zu schaffen. Es gilt, die Extreme zu verlassen, um die persönliche Mitte finden. Sind YIN & YANG in Balance, kann QI, die Lebensenergie, frei fließen.

4 Dinge, die du tun kannst, um dein YIN zu stärken:

  • Ein Bewusstsein für deine YIN-Vermeidungsstrategien zu bekommen

    Im ersten Schritt geht es noch gar nicht darum, etwas zu verändern. Beobachte dich einfach selbst! Höre die Stimme deines inneren Kritikers. Sei ehrlich mit dir selbst!

  • Kleine Pause und Unterbrechungen in deinen Alltag integrieren.

    • Und zwar nicht erst dann, wenn du meinst, Zeit dafür zu haben, sondern dann, wenn es besonders stressig und hektisch ist.

  • Neue Rituale finden, um diese Pausen mit YIN zu füllen:

    • Einmal tief durchatmen.

    • Deinen Kiefer und deine Zunge entspannen.

    • Kurz die Augen schließen.

    • Das Handy aus der Hand legen.

  • Täglich auf die Yogamatte kommen und das YIN lieben lernen.

    • Drei Minuten in der Kindeshaltung.

    • Die Beine an eine Wand anlehnen und 20 Atemzüge verweilen.

    • Augen schließen und „still sitzen“ (Du musst es nicht mal meditieren nennen! ;)

Probier’s aus! Schenke deinem YIN täglich ein paar Minuten!

Und dann werde ich dir diese Frage nach einiger Zeit erneut stellen: Liebst du YIN-Yoga? Und ich freue mich schon, deine Antwort zu erfahren.

xo Jeanette

Jeanette Fuchs

feinsinn. weitblick. tiefgang.

https://www.jeanettefuchs.com
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